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Kann ich Laminat auf Fliesen verlegen?

In vielen Wohnungen finden sich Fußböden, die nicht mehr dem heutigen Geschmack entsprechen. Ein Beispiel hierfür sind Fliesenböden. Fliesen bilden zwar einen stabilen und unempfindlichen Bodenbelag – aber um ehrlich zu sein: Besonders hübsch und wohnlich ist ein gefliester Fußboden nur selten. Je nach aktueller Mode und Geschmack stehen eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Bodenbelägen zur Verfügung. Mit der Zeit kann sich der Geschmack oder die Bewohner ändern, so dass beispielsweise der vor Jahren verlegte Fliesenboden nicht mehr der Mode entspricht. Zudem hinterlässt die Zeit auch auf Fliesenbelag ihre Spuren. Einzelne gesprungene Fliesen sind eigentlich der Normalfall, so dass dieser Belag mit der Zeit unansehnlich wird.

Den Fliesenspiegel vom Untergrund abzuschlagen ist eine anstrengende und dreckige Arbeit, die sich nicht jeder zumuten möchte. Insbesondere ein Umbau im laufenden Wohnbetrieb sollte möglichst schnell und ohne allzu viel Schmutz von statten gehen.

Ein Ausweg aus dieser kühlen, sterilen Optik ist das Verlegen von Laminat auf Fliesen. Mit der richtigen Vorbereitung ist es problemlos möglich, dabei den alten Fliesenboden liegen zu lassen. Im Vergleich zu Vinylboden besteht bei Laminat auf Fliesen keine Gefahr, dass sich die Fugen auf dem neuen Belag durchdrücken. Zudem ist Laminat ein umweltfreundlicher Bodenbelag, der besonders pflegeleicht und damit positiv für das Raumklima ist.

Das müssen Sie beim Verlegen von Laminat auf Fliesenboden beachten

Um Laminatboden auf Fliesen zu verlegen, sollte der Untergrund einige Anforderungen erfüllen:

  • Der Fliesenboden sollte eben sein
  • Der Fliesenspiegel sollte trocken sein
  • Die Fliesen und der Untergrund sollten stabil sein.

Überprüfen Sie daher vor der Verlegung, ob der Untergrund einen maximalen Höhenunterschied von 3 Millimeter auf dem laufenden Meter aufweist. Dieser Wert sollte nicht überschritten werden, da das Laminat bei Belastung an diesen Stellen zu sehr nachgeben und insbesondere im Bereich der Fugen reißen kann. Kleinere Unebenheiten wie Fugen zwischen den einzelnen Fliesen können mit Hilfe von Ausgleichsmasse beseitigt werden.

Testen Sie den Untergrund im Vorfeld auf lockere Fliesen

Kacheln bzw. Bruchstücke die lose oder wachelig sind, sollten Sie mit einem geeigneten Kleber fixieren. Dieser bewegliche Untergrund bietet dem Laminat nicht die benötigte Stabilität. Dadurch kann es zu ungewolltem Gehschall kommen. Im schlimmsten Fall können die Paneele durch die Bewegung auch Schaden nehmen, was eine Reparatur des Laminatbodens nach sich zieht.
Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch auf Rissen in den Fugen oder Kacheln achten, insbesondere wenn sich Risse über mehrere Platten hinweg ausbreiten. Dies kann auf einen unebenen Untergrund hinweisen. Verkleben Sie diese Risse mit einem passenden Harz und prüfen Sie, dass der Fliesenspiegel absolut plan und eben ist. Eventuelle Absenkungen müssen mit Ausgleichsmasse angepasst werden.

Die richtige Dämmung zwischen Fliesen und Laminatboden

Eine weitere, praktische Möglichkeit ist der Einsatz einer passenden Dämmung. Auf dieser wird das Laminat schwimmend – das heißt ohne Verklebung auf den Untergrund – verlegt. Die Dämmung gleicht nicht nur Unebenheiten aus, sondern wirkt zeitgleich als Trittschalldämmung. So kann unangenehme Geräuschbildung beim Gehen vermieden werden. Wenn sich unter den Fliesen eine Fußbodenheizung befindet, müssen Sie auf die richtige Trittschalldämmung achten. Greifen Sie beispielsweise zur Dämmunterlage Expert Aquastop, die dank eines niedrigen Wärmedurchlasswiderstand der Wärme ermöglicht, bis zur Fußboden-Oberfläche zu wandern. Mit einer Dampfsperre – beispielsweise einer PE-Folie – sollten Sie aber in jedem Fall verhindern, dass sich durch Temperaturunterschiede, beispielsweise durch eine Fußbodenheizung, Kondenswasser bildet oder Feuchtigkeit durch die Fliesen-Fugen ins Laminat einzieht. Ohne passende Dampfsperre kann es Aufquellungen kommen, die das Laminat über dem Fliesenboden schädigen können.

Auf die Türen achten

Da Sie auf den bestehenden Bodenbelag eine zusätzliche Schicht hinzufügen, ist es unter Umständen nötig, Türblätter und -rahmen unten zu kürzen. Insbesondere bei der Tür ist dies wichtig, damit diese nicht auf dem Laminatboden kratzt und ihn dadurch schädigt.

Höhenunterschiede zwischen Laminat auf Fliesen ausgleichen

Eventuelle Höhenunterschiede zwischen dem neuen Laminatboden und dem Belag in angrenzenden Räumen können mittels Anpassprofilen ausgeglichen werden. So verhindern Sie unschöne Kanten und gefährliche Stolperfallen.

Generelle Tipps und die genaue Vorgehensweise finden Sie in der Anleitung zum Laminatboden verlegen.  

Weitere geeignete Untergründe für die Laminatverlegung

Neben Fliesen sind noch weitere Untergründe geeignet für die Laminat-Verlegung:

  • mineralische Untergründe (Estrich, Beton, Asphalt)
  • Holzspanplatten-Konstruktionen
  • Holzdielenböden oder Parkett
  • Altuntergründe mit Hartbelägen wie Steinboden, Keramik PVC oder Vinylboden

LOGOCLIC hat alles, was Sie für die Laminatverlegung auf Fliesen benötigen

Zubehör für die Verlegung des Laminats wie ein Verlegeset, Dampfsperrfolie, Trittschalldämmung oder LOGOCLIC-ClickguardTM zur Versiegelung erhalten Sie im Bauhaus Fachcentrum in Ihrer Nähe. Werfen Sie einen Blick auf unser umfassendes Sortiment an Laminatboden von LOGOCLIC!

Auch auf anderen Untergründen kann Laminat verlegt werden. Informieren Sie sich, was bei Laminat auf Teppichboden zu beachten ist oder welche Besonderheiten es gibt, wenn Sie Laminat auf PVC verlegen möchten.

Weitere Fragen zum Thema:

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