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Laminat FAQ

Abriebklassen

Die Beständigkeit gegen Abrieb eines Laminatbodens wird als Abriebklasse (AC 1, AC 2, .... nach DIN EN 13329) angegeben.

Aktuelle Werte
AbriebklasseAC 1 AC 2 AC 3 AC 4 AC 5
IP-Wert

≥ 900

≥ 1500

≥ 2000

≥ 4000

≥ 6000

Alte Werte
Alte IP-Werte2000400025001000015000
Alte Klasse W 1W 2W 3W 4W 5

Die Abriebklasse wird ermittelt, in dem man einen Prüfkörper auf eine Prüfvorrichtung spannt und mit Schmirgelpapier bespannte Räder (Reibräder) auf den Prüfkörper setzt. Nach jeweils 100 Umdrehungen wird der Prüfkörper auf Abrieb überprüft.

Alle 200 Umdrehungen wird das Schmirgelpapier auf den Reibrädern gewechselt.

Der Anfangsabriebpunkt (IP) ist der Punkt an dem erstmalig ein klar erkennbarer Durchrieb des Dekordrucks auftritt.

AC

siehe Abriebklassen

B1

Kurzzeichen gemäß DIN 4076 Teil 5 für schwerentflammbare Baustoffe. Die DIN unterscheidet noch in B2 für normalentflammbare und B3 für leichtentflammbare Baustoffe.

Logoclic Laminate entsprechen der Klasse B1

Click-Laminate

Sind leimfreie Verbindungssysteme, die gegenüber der herkömmlichen, einfachen Leimverbindung wesentliche Vorteile für den Verleger bringen. Durch eine spezielle Profilierung im Nut- und Federbereich ist es möglich, zwei Paneele ohne Verwendung von Leim zusammen zu fügen. Die einfache Verlegung und die sofortige Nutzung des verlegten Bodens ermöglichen eine Zeitersparnis von ca. 50%. Der Boden ist wieder verwendbar, d.h. in bestimmten Situationen z. B. Umzug, Reparaturen, u. ä. kann der Boden aufgenommen und an anderer Stelle wieder verlegt oder repariert werden. Die passgenaue Profilierung verhindert auch die Fugenbildung zwischen den Paneelen im verlegten Zustand, da ein Hinausgleiten der Feder aus der Nut nicht möglich ist.

Dampfbremse/ -sperre

sind Folien aus Kunststoff (meist Polyäthylen = PE-Folie), die das Eindringen von Feuchtigkeit über den Untergrund z.B. Estrich, in den Laminatboden verhindern sollen. Dampfsperren müssen nur bei mineralischen Untergründen wie z.B. Estrich, Beton, Asphalt verlegt werden, da unter bestimmten klimatischen Bedingungen sich Wasserdampf im Bodenbereich als Tauwasser niederschlagen und Bauschäden verursachen kann. Die D. muss von der wärmeren Seite aus gesehen, vor der Tauwasser-gefährdeten Schicht (also, unter dem Laminat) liegen. Die D. wird wannenartig verlegt (an der Wand ca.10 cm aufrecht). Die Bahnen werden nebeneinander ca. 20 cm überlappend verlegt und mit Klebeband fixiert.

Dehnfugen

müssen bei der Verlegung von Logoclic-Laminatfußböden berücksichtigt werden, wenn die zu verlegende Fläche in der Längsrichtung mehr als 8 m und in der Breite mehr als 8 m misst. Dies ist notwendig da der Boden, aufgrund seines hohen Eigengewichtes + ggf. die Last der aufgestellten Möbel, in seinem typischen Quell und Schwindverhalten bei einer größeren Flächen beeinträchtigt wird.

Dekorpapier

Dekorpapiere sind bedrucktes Papier, überwiegend mit Holzstruktur Nachahmungen wie z.B. Buche, Ahorn oder auch unifarben bedruckte Beschichtungswerkstoffe. Die bedruckten Papiere werden mit Melaminharz getränkt und zusammen mit dem Overlay unter Hitze und Druck auf die Oberseite der Trägerplatte gepresst.

DIN EN 13329

Diese Europäische Norm legt Merkmale, Anforderungen und Prüfverfahren für Laminatböden fest. Sie enthält ein Klassifizierungssystem (Nutzungsklassen) mit praktischen Anforderungen für bestimmte Verwendungsbereiche und Beanspruchungsklassen. Dies dient dazu aufzuzeigen, in welchen Bereichen Laminatböden zufrieden stellend eingesetzt werden können.

Folgende Anforderungen sind z. B. in der Norm festgelegt.

  • Massänderungen nach Änderung der relativen Luftfeuchte
  • Höhenunterschiede zwischen zusammengefügten Elementen
  • Fugenöffnungen zwischen zusammengefügten Elementen
  • Rechtwinkligkeit des Elements
  • Lichtechtheit
  • Abhebefestigkeit – Anhang siehe Nutzungsklassen

Zudem versetzt sie den Verbraucher in die Lage informiert eine Auswahl zu treffen

DPL (Direct pressed laminate)

Der DPL- Laminatboden ist die verbreiteste Art von Laminatboden und in den Nutzungsklassen 21 -32 zu finden. DPL –Böden sind wie folgt aufgebaut : Overlay, Dekorpapier, Trägerplatte sowie Gegenzug. Bei der Herstellung werden diese vier Laminatbodenkomponenten unter Druck und Hitze zu Ausgangsplatten verpresst und nach einer Auskühlphase der Profilierung zugeführt. Hier werden die Platten auf die gewünschten Paneelmaße zugeschnitten und profiliert. DPL-Böden werden mit der einfachen Nut und Feder Verbindung sowie dem Click- oder Loc-System produziert.

DPL Laminatboden: die Direktbeschichtung
Die Direktbeschichtung - alle 4 Komponenten werden in einem Schritt miteinander verpresst

  • 1. Overlay: widerstandsfähige Spezialbeschichtung strapazierfähige, pflegeleichte Oberfläche
  • 2. Dekorpapier: Optik durch Dekor
  • 3. HDF - Holzkern: Trägerplatte, Kernstück des Laminatbodens
  • 4. Gegenzugschicht: feuchtigkeitshemmender Gegenzug zur Formstabilisierung

E1

ist das Kurzzeichen für Emissionsklassen. Die Emissionsklassen kennzeichnen die Holzwerkstoffe nach der Menge Ihrer Formaldehydabspaltung. Unterschieden wird in die Klassen E1, E2, E3, wobei die Klasse E1 die Klasse mit der geringsten Schadstoffabgabe ist. Maßgebend für die Klassifizierung ist der Prüfraum. Hier wird ein Prüfkörper für eine bestimmte Zeit mit Luft in einer konstanten Temperatur „umspült“. Der abgegebene Formaldehydgehalt wird in destilliertem Wasser aufgefangen und bemessen.

Der Formaldehydgehalt in der Luft wird in ppm (parts per million) gemessen.
Die zulässige Raumbelastung darf einen Wert von 0,1 ppm nicht übersteigen.
Handelsübliche Laminate haben einen so geringen Schadstoffanteil, dass sie als „Schadstofffrei“ gelten.

Logoclic Laminate entsprechen der Emissionsklasse E1.

Elektrostatische Aufladung

Die elektrischen Ladungsträger (Elektronen) die dafür sorgen das wir unter bestimmten Umständen einen „gefunkt“ bekommen, werden durch Trennprozesse unterschiedlicher und auch gleicher, jedoch elektrisch nicht leitfähiger Materialien bewirkt. Die Ursachen können z. B. eine verunreinigte Laminatbodenoberfläche sein, zu geringe Luftfeuchtigkeit (insbesondere in den Wintermonaten), elektrisch isolierend wirkende Materialien (Schuhsohlen, Kleidung, usw.).

Gegenwirkende Maßnahmen sind der Einsatz eines Luftbefeuchters, elektrisch leitfähiger (Büro-) Stühle, spezieller Reinigungsmittel (mit möglichst hohem Anteil an Tensiden), das Tragen von elektrisch leitfähigem Schuhwerk sowie Kleidung mit geringen Kunstfaseranteilen.

Feuchträume

sind z. B. Badezimmer oder Saunabereiche. Für diese Räume mit einem extrem hohen Feuchtigkeitsgehalt eignen sich Laminatböden aufgrund ihrer materialtypischen Eigenschaften nicht.

Formaldehyd

ist ein farbloses stechend riechendes Gas. F. ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Harzen, die bei der Produktion von Holzwerkstoffen (z. B. HDF, MDF, Spanplatte) als Klebstoffe verwendet werden.

F. übt einen Reiz auf Augen, Schleimhäute und Atemwege aus, wobei die Wahrnehmungsgrenze zwischen 0,2 und 1,0 ppm (parts per million) liegt. Durch immer strengere gesetzliche Auflagen ist der Anteil an formaldehydhaltigen Harzen bei der Herstellung von Laminat so eingeschränkt worden, dass die Böden als praktisch „Formaldehydfrei“ eingestuft werden.

Fußbodenheizung

Aufgrund der hohen Materialdichte eignet sich Laminat hervorragend für eine Verlegung auf Warmwasserheizungen. Die Wärme kann das Material sehr gut passieren – somit wird eine optimale Wärmeleitfähigkeit erreicht. Da Warmwasserfußbodenheizungen in einem Estrichbett liegen, ist es wichtig eine Feuchtigkeitsprüfung (siehe Estrich) sowie eine Aufheizung nach Protokoll, vor der Verlegung des Laminates, durchzuführen. Auch bei der Verlegung von Laminat auf einer Fußbodenheizung, wird als erstes eine PE-Folie ausgelegt. Die Auswahl der Trittschallunterlage sollte auch auf ein Material mit einer hohen Materialdichte, wie Filz oder Kautschuk fallen. Diese Materialien haben aber einen entscheidenen Nachteil; Ihre Materialstärke von ca.3 –8 mm. Die beste Lösung bietet hier Laminat mit Silentos, durch seine extreme Wärmeleitfähigkeit und nur 0,3 mm Materialstärke.

Sollwert nach DIN 4108 0,17 W/(m*K) erreichter Ist-wert der Kronoflooring Laminate 0,0993 W/(m*K).

Logoclic Laminatfußböden eignen sich nicht zur Verlegung auf Elektrofußbodenheizungen!

Gegenzug

Die Gegenzugpapiere bestehen aus harzimprägnierten Papieren und dienen auf der Unterseite der Laminatpaneele in erster Linie dazu, den Spannungsausgleich zum Overlay , Dekorpapier und ggf. Natronkraftpapier (beim HPL) auf der Oberseite herzustellen.

d.h. würde man eine Trägerplatte nur einseitig mit z.B. Laminat beschichten, würde sich die Trägerplatte, aufgrund der einseitigen Feuchtigkeitsaufnahme (von unten), Schüsseln.

HDF (High Density Fibreboard oder Hochdichte Faserplatte)

Hierbei handelt es sich um eine aus Holzfasern hergestellte Holzwerkstoffplatte. HDF-Platten werden hauptsächlich als Trägerplatte für Laminatböden verwendet. Sie besitzen eine sehr homogene Struktur und geschlossene Oberflächen. Daher können HDF-Platten direkt kaschiert, bedruckt, furniert oder auch lackiert werden. Im Vergleich zu Spanplatten und auch MDF-Platten, besitzen sie eine höhere Dichte und somit auch eine bessere Biege- und Querzugfestigkeit. Auch im Hinblick auf das Quellverhalten sind sie der Spanplatte überlegen. Optisch sind sie der MDF-Platte sehr ähnlich.

Holzwerkstoff

ist ein Sammelbegriff für verschiedene Produkte, die durch Zerlegen des Holzes in Späne oder Fasern und anschließendes Zusammenfügen (meistens durch Pressen) unter Zugabe von Leim/ Harzen entstehen. Holzwerkstoffe sind z.B. Spanplatten, Mitteldichtefaserplatten (MDF), Hochdichtefaserplatten (HDF), Sperrholz, OSB.

HPL (High Pressure Laminate oder Hochdrucklaminat)

ist der „Mercedes“ unter den Laminatböden. Durch seine extrem widerstandsfähige Oberfläche ist er in den Nutzungsklassen 32 und 33 zu finden. HPL –Böden sind aufgebaut aus Overlay, Dekorpapier, mehreren Natronkraftpapieren, der Trägerplatte sowie einem Gegenzug. Diese Komponenten werden in zwei Arbeitsstufen unter Druck und Hitze verpresst. In der ersten Stufe werden das Overlay, das Dekorpapier und die Natronkraftpapiere zu einer Lage (HPL) verpresst. In der zweiten Stufe wird dann die HPL-Lage auf die Trägerplatte verleimt, wobei aus Gründen der Spannungssymmetrie auf die Rückseite des Elements ein Gegenzug aufgebracht wird. Nach einer Auskühlphase werden die Platten der Profilierstraße zugeführt, auf die gewünschten Paneelmaße zugeschnitten und profiliert. HPL-Böden werden mit der einfachen Nut und Feder Verbindung sowie dem Click- oder Loc-System produziert.

HPL - Laminatboden:
das Hockdrucklaminat

Drei - Stufen - Verfahren - Hochdrucklaminatproduktion

  • 1 Overlay
  • 2 Dekorpapier
  • 3 Kernlagen
  • 4 Laminatschicht 0.6 mm
    strapazierfähige, pflegeleichte Oberfläche
  • 5 HDF Holzkern
    Trägerplatte, Kernstück des Laminatbodens
  • 6 Gegenzugschicht Laminat
    feuchtigkeitshemmender Gegenzug zur Formstabilisierung

1. Arbeitsgang

  • 2 Schichten Overlay
  • 1 Schicht Dekorpapier
  • 3 Kernlagen

werden unter Druck zu einem Dekorlaminat verpresst.

2. Arbeitsgang

  • 1 Schicht Gegenzugpapier
  • 3 Kernlagen

werden unter Druck zu einem Gegenzuglaminat verpresst.

3. Arbeitsgang

  • Dekorlaminat
  • Gegenzuglaminat

werden zu Hochdrucklaminat verpresst.

Imprägnierung

Gerade bei der leimlosen Klickverbindung ist eine Imprägnierung des Trägermaterials gegen Feuchtigkeit sehr wichtig. Diese Imprägnierung wird durch eine Erhöhung der Harzanteile bei der Herstellung der Trägerplatte (HDF) sowie der Zugabe von Hydrophobierungsmitteln (z. B. Wachse, Paraffin) erreicht.

Eine zusätzliche Versiegelung der Fugen zwischen zwei Laminatelementen, kann während der Verlegung, durch Angabe von Leim (auf der Federoberseite aufgetragen) oder Clickguard erreicht werden.

Bei den herkömmlichen Leimverbindungen übernimmt der (auf der Federoberseite aufgetragene) Leim die Doppelfunktion des Klebers und der Imprägnierung. Eine Imprägnierung nach der Verlegung des Laminatbodens ist nicht sinnvoll, da durch das Imprägnat Filmbildende Substanzen wie z.B. Wachse auf die Oberfläche des Laminates gelangen, die nur sehr schwer wieder zu entfernen sind. Eine Folge dieser Mittel sind Schlierenbildung.

IP

siehe Abriebklassen

Klimatisierung

LogoclicLaminat besteht zu über 90% aus einem Holzwerkstoff (Trägerplatte, meist HDF) und verfügt somit über die typischen Materialeigenschaften von Holz. D. H., dass sich das Material an die es umgebene Luftfeuchtigkeit anpasst. Hierbei wird je nach Höhe der Luftfeuchtigkeit des Raumes, Feuchtigkeit vom Holzwerkstoff aufgenommen oder abgegeben. Hierdurch kann es zu einer Dimensionsänderung durch Quellen oder Schwinden kommen. Um das Material vor der Verlegung an das Raumklima anzupassen, ist es notwendig das Laminat ca. 48 Stunden in dem Raum vorzulagern, in dem es später verlegt wird. Wird diese Klimatisierung des Laminates nicht berücksichtigt (z.B. Laminat wird direkt aus dem „trockenen“ Baumarkt in einen noch „feuchten“ Neubau transportiert und sofort verlegt) kann es unter anderem zu Fugenbildung, Schüsselungen, extremer Dimensionsänderungen kommen.

Ideal ist eine Lagerung in beheizten, zugluftfreien, trockenen Räumen bei einer relativen Luftfeuchte von < 75 % und einer Lufttemperatur von ca. 18 C°.

Leime

Klebstoffe aus synthetischen, tierischen oder pflanzlichen Grundstoffen mit Wasser als Lösungs- bzw. Dispersionsmittel. Für die Verleimung der Nut- und Federverbindung an Laminatpaneelen empfiehlt sich die Verwendung eines D3 Leimes (alternativ D4). D3 ist ein genormtes Kurzzeichen und steht für die Eignung eines Leimes für Klebungen im Innenbereich mit häufiger, kurzzeitiger Einwirkung von abfließendem Wasser oder Kondenswasser und/ oder eine langzeitige hohe Luftfeuchte. Leime der Klassen D1 und D2 eignen sich für Laminat Verklebungen nicht.

Leim wird nur auf die Oberseite der Feder gegeben!!

Nutzungsklassen

dienen dem Verbraucher zur Orientierung und dem Hersteller zur Klassifizierung seiner Produkte. In den Nutzungsklassen werden die Laminate nach ihrer Widerstandsfähigkeit z.B. Abrieb, Stoßfestigkeit, Lichtechtheit eingestuft. In den Nutzungsklassen wird eine Empfehlung gegeben für welchen Bereich z.B. Wohnraum oder Gewerbeflächen wie Hotelzimmer, Büro, ein jeweils klassifiziertes Laminat geeignet ist. Grundlage für die Klassifizierung der Laminate ist die DIN EN 13329.

Für die Kennzeichnung der Beanspruchungsklassen durch Piktogramme gilt folgende Einteilung nach Verwendungsbereich, Benutzungsintensität, Beanspruchung und Einsatzbeispielen:

Beanspr.-
klasse
Verwendungs-
bereich
Benutzungs-
intensität
Beanspr.-
beschreibung
Einsatz-
beispiele
private Nutzungprivate Nutzungmäßigzeitweise BenutzungSchlafzimmer
Gästezimmer
private Nutzungprivate Nutzungnormalnormale BenutzungWohnzimmer
Eßzimmer
Innenflure
private Nutzungprivate Nutzungstarkintensive, verstärkte BenutzungTreppenhäuser
Eingangsflure
Küchen
gewerbliche Nutzunggewerbliche Nutzungmäßigzeitweise BenutzungHotelzimmer
Konferenzräume
Kleinbüros
gewerbliche Nutzunggewerbliche Nutzungnormalnormale BenutzungKindergärten
Büros
Warteräume
Hotelhallen
Boutiquen
gewerbliche Nutzunggewerbliche Nutzungstarkintensive, verstärkte BenutzungKorridore
Großraumbüros
Kaufhäuser
Klassenräume

Oberfläche

Die Oberfläche von Laminatböden besteht im Gegensatz von Parkett und Furnierfußböden nicht aus einer auf das Holz aufgebrachten Lack-, Öl- oder Wachsschicht. Laminatoberflächen haben eine dünne Deckschicht aus kunstharzgetränkten Papier (meist Melaminharz), auch Overlay genannt, die zusammen mit dem Dekorpapier (z.B. Buchedekor) auf eine Trägerplatte (HDF) gepresst werden.

Beim Pressvorgang verschmelzt das Melaminharz der einzelnen beschichteten Papiere, unter Wirkung von Druck und Hitze, zu einer mechanisch festen Oberfläche.

Overlay

Overlays sind leichte, transparente Papierbahnen, die in einem Imprägnierbad mit flüssigem Melaminharz benetzt werden. Hierbei nimmt das Papier, als Trägermaterial, die Harze auf. Durch die Zusammensetzung der Harze mit Korundanteilen (Korund =Mineral, verwendet unter anderem in Schleifmitteln) wird die spätere Qualität bez. Abriebklasse/ Verschleißbeständigkeit des Laminatbodens bestimmt. Das Overlay wird zusammen mit dem Dekorpapier, auf die Oberseite der Trägerplatte verpresst.

PE Folie

siehe unter Dampfbremse

Reinigung (-smittel)

Da sich Schmutzpartikel nur sehr schwer auf der geschlossenen und widerstandsfähigen Laminatoberfläche festsetzen können, reicht es, den Boden mit einem ausgewrungenem feuchten Tuch und einem Wischmittel auf einer einfachen Seifenbasis, zu reinigen. Eine Reinigung mit zuviel Feuchtigkeit, (Wasser) kann zu Aufquellungen der Trägerplatte führen.

Bei der Wahl der Laminatreiniger sollte darauf geachtet werden, dass diese keine Wachse oder Öle beinhalten. Öle und Wachse können nicht, wie bei einer Holzoberfläche, in die geschlossene Laminatoberfläche eindringen und legen sich somit als (Schmier-) Film auf das Laminat. Durch diesen Film entstehen beim Reinigen des Laminatbodens Wischschlieren und beim Begehen entsprechende Laufspuren.

Silentos

basiert auf einer völlig neuartigen Technologie. Die Hightech-Beschichtung ist gerade mal 0,3 mm dünn und besteht aus einem speziellen Thermoplast, welches einen Teil der Schallenergie in Wärmeenergie umwandelt. Silentos verringert die wahrnehmbaren Laufgeräusche um mehr als 10 dB – das entspricht einer Schallreduzierung um 50 %.Weitere Vorteile sind die optimale Wärmeleitung (Verlegung auf Fußbodenheizung), es sind keine weiteren Trittschallunterlagen z.B. Noppa-Schaum nötig, umweltfreundlich.

Schadstoffe

Die in Laminaten festgestellten Lösemittel/ Formaldehyd wurden in einer so geringen Menge gemessen, das Laminat als Schadstoffarm bzw. Schadstofffrei nach E1 eingestuft werden.

Sockelleisten

oder auch Fußleisten sind die optimale Lösung für einen harmonischen Übergang/ Abschluß des Laminatbodens zur Wand. Neben der optischen Wirkung wird durch die Sockelleiste auch der wichtige Wandabstand abgedeckt. S. gibt es in den zum Boden passenden Dekoren sowie verschiedenen Profilierungen und Größen. Befestigt werden Sockelleisten an der Wand durch schrauben, nageln, kleben oder mit Clip-Klammern. Hierbei werden Klammern im Abstand von ca. 30 cm an die Wand gedübelt und die Leiste einfach nur aufgesteckt. Durch die Clip-Verbindung ist es möglich, die Leiste mehrmals problemlos und ohne Beschädigungen an der Wand zu Montieren und zu Demontieren (z.B. beim Tapezieren oder Streichen der Wand).

Trägerplatten

sind alle Arten von Holzwerkstoffplatten (z. B. Spanpl. HDF-Pl.) die Beschichtungswerkstoffe tragen. Beschichtungswerkstoffe sind z.B. Laminate und Furnier. Im Bereich der Laminatherstellung werden hauptsächlich HDF –Platten mit stärken von 6 - 8 mm verwendet. Im Bereich der Click-Laminate werden die T. durch Zugabe eines höheren Leimanteils bei der Verpressung zur Platte quellarm hergestellt. Spanplatten als T. sind der HDF-Platte in den technischen Eigenschaften wie z. B. Druck- oder Stoßbelastungen sowie der Verlegefreundlichkeit deutlich unterlegen und werden langfristig als Trägermaterial vom Markt verschwinden.

Trittschall

ist eine besondere Form des Körperschalls. Er entsteht durch Begehen des Bodens, wird über die flankierenden Wände und Decke übertragen und als Luftschall abgestrahlt. Gemessen wird der Schall in dB. Um dem Trittschall entgegenzuwirken wird bei der Verlegung des Laminatbodens eine Trittschalldämmung unter das Laminat gelegt. Der Bodenaufbau sieht dann wie in der Skizze beschrieben aus. Materialien für die Trittschalldämmung können sein; eine 2mm PE-„Noppa“-Schaumfolie, Korkmatten/-fliesen, Filzbahnen/-fliesen, oder Silentos.

Untergrund

Der Untergrund muss so beschaffen sein, das der Laminatboden entsprechend der Verlegeanleitung (siehe Verlegeanleitung als Packungsbeilage) des Herstellers verlegt werden kann. Als Untergrund für eine Laminatverlegung eignen sich u. a. mineralische Untergründe (z.B. Estrich, Beton, Asphalt), Holzspanplattenkonstruktionen, Holzdielenböden oder Altuntergründe mit vorhandenen Hartbelägen wie z.B. Stein, Keramik, PVC.

  • Untergrundebenheit
    Wichtig ist die Ebenheit des Untergrundes. Untergründe mit Differenzen in der Oberfläche von mehr als 3 mm auf den laufenden Meter müssen abgeschliffen bzw. gespachtelt werden (nach DIN 18202). Die Ebenheit des Untergrundes lässt sich am besten mit einem Richtscheit und/ oder mit einer langen Wasserwaage ermitteln.
  • Untergrundfestigkeit
    Für die Verlegung von Laminat ist es notwendig, das der Untergrund so fest wie möglich ist. D.H., dass vor der Verlegung des Laminates ist sicherzustellen ist, dass der Untergrund nicht federt oder sich bei Belastung eindrücken lässt (weiche Oberfläche; Teppichboden ist kein geeigneter Untergrund für eine Laminatverlegung).
  • Untergrundfeuchte
    Gerade bei mineralischen Untergründen wie z.B. Estrich (Zementestrich, Anhydritestrich usw.) oder auch bei einem Untergrund der mit einem Nutzbelag bedeckt ist (Naturstein, keramischen Fliesen oder Platten, Kunststoff), ist immer mit einer aufsteigenden Untergrundfeuchte zu rechnen. Der Feuchtigkeitsgehalt der o. g. mineralischen Untergründe ist mit einem CM – Messgerät messbar.
EstrichtypCM-Werte
Zementestrich< 2.0 CM %
Zementestrich beheizt< 1.8 CM %
Anhydritestrich< 0.5 CM %

Damit möglicherweise aufsteigende Feuchtigkeit nicht in den Laminatboden eindringen kann ist es notwendig eine PE – Folie als (←)Dampfsperre direkt auf die o.g. Untergrunde zu verlegen.
bei Untergründen, die aus Holz oder Holzwerkstoffplatten (z.B. Dielen, Spanplatten) bestehen braucht keine PE-Folie verlegt werden.

Verlegerichtung

Die Verlegerichtung ist grundsätzlich Geschmacksache. Die Empfehlung lautet, den Boden längs zur Hauptlichtquelle und quer zur Laufrichtung zu verlegen. Oft ist die Einhaltung dieser Empfehlung nicht möglich, da z.B. Tür und Fenster gegenüberliegend angebracht sind. Hier muss dann der eigene Geschmack entscheiden.

Laminat kann ebenso diagonal oder mit entsprechenden Übergangsprofilen in unterschiedlichen Richtungen auf dem Boden verlegt werden.

Besteht der Untergrund aus einem Dielenboden, so sind die Laminatpaneele quer zur Längsrichtung der Dielung zu verlegen.

Verlegung

siehe Verlegeanleitung als Packungseinleger

Verleimung

Siehe Nut-/ Federverbindung

Wandabstand

Der Abstand zwischen dem verlegten Laminatboden und der Wand ist einer der wichtigsten Punkte, die bei einer Laminatverlegung beachtet werden müssen. Der Abstand sollte zwischen 12 und 15 mm liegen und wird bei der Verlegung durch die Abstandskeile (Werkzeug) fixiert. Laminat ist ein Holzwerkstoff dessen Volumen sich unter Einfluss von Feuchtigkeit erhöht (quillt) oder bei einer trockenen Umgebung abnimmt (schwindet). Es ist daher wichtig, dass man dem Laminatboden Raum zum Arbeiten lässt um spätere Schäden durch die Quellung zu vermeiden. Als Schäden können u. a. Auftreten: Offene Fugen, Aufwellungen parallel zur Längsfuge, Stauchungen im Fugenbereich mit Dekorabplatzungen, Aufstellen des Bodens (Hügel).

Wärmeleitfähigkeit λ

(früher Wärmeleitzahl) l gibt die Wärmemenge in λ an, die pro Sekunde bei einer Temperaturdifferenz von 1 K (= 1 C°) auf einer Länge von 1 m² transportiert wird. Einheit (gekürzt) W/(m × K). Der λ - Wert von Baustoffen wird für den rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes von Bauteilen benötigt. Die λ - Werte von Span- o. Faserplatten (= Trägerplatten von Laminatpaneele) sind niedriger als die von Vollholz gleicher Dichte oder weiteren Baustoffen.

Aufgrund ihrer sehr guten Wärmeleitfähigkeit eignen sich Laminatfußböden hervorragend für eine Verlegung auf Warmwasserfußbodenheizungen. (siehe Fußbodenheizung)

Werkzeug

Für eine problemlose Laminatverlegung ist es wichtig, geeignetes Werkzeug bereit zu legen. Benötigt wird ein Verlegeset, bestehend aus Schlagklotz, Zugeisen, Abstandskeilen und einem Spachtel. Des Weiteren ein Hammer, eine geeignete Säge (optimal eine Stichsäge), Leim, Zollstock/ Maßband, Winkel, Bleistift, Bohrmaschine (Sockelleisten), Klebeband und ein Teppich-/ Cuttermesser (PE-Folie und Trittschall).


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